Pfad

German Masters in Neuss 2019

Die German Masters (die Deutschen Meisterschaften der Altersgruppe ab 32) fanden dieses Jahr am 05.10.2019 in Neuss-Gnadental auf unserer Trainings- und Wettkampfstrecke statt. Ausrichtender Verein war die Kanugemeinschaft Erft, zu der auch unser Verein zählt. Günther Bild… hat im Vorfeld die helfenden Hände für den Auf- und Abbau bzw. Start/Ziel und die Abendveranstaltung organisiert. Auch für die von den Sportlern normalerweise abzuleistende Torrichtereigenschaft an der Wertungsstelle wurde von WSF-Mitgliedern übernommen.

Unseren herzlichen Dank hierfür!!!!! Das war einfach klasse!!!!

Sich nur auf seine Läufe konzentrieren zu müssen und mit sämtlichen weiteren organisatorischen Sachen nichts zu tun zu haben, ist einfach Klasse.

An den Start ging dieses Jahr von unserem Verein leider nur Richard Bender, Jan Eschweiler und ich. Insofern konnte leider keine reine WSF-Mannschaft der Herren gefahren werden. Hier konnte aber Kai Streubel vom KC Hohenlimburg gewonnen werden. Wie schon seit mehr als einem Jahrzehnt bestand meine Damenmannschaft aus Cordula Striepecke (KVS Schwerte), Britta Sawokytis (KC Hilden)und mir.

    

 

 

 

Bis Freitagnachmittag konnte noch auf der Strecke offiziell trainiert werden und durch den vielen Regen in den Vortagen, hatte die Erft auch einen echt guten Wasserstand, der manche dazu verleitete, ihn zu unterschätzen und mit einer Rolle oder gar mit einem Ausstieg Tribut zollte. Pünktlich zur Streckenhängung, freitags nachmittags gegen 16.00 Uhr, verzog sich der Regen und es wurde auch wärmer. Die Streckenhängung erfolgte durch Tobi Horn (KC Hilden), der früher selbst im C 1 aktiv war und somit eine anspruchsvolle Strecke hängte, die auch durch kleine Hilfsschleifen von den älteren Sportlern bewältigt werden konnte.

Samstags morgens um 08.30 Uhr, begann der Wettkampftag mit der Streckenvorfahrt, an der auch Louisa teilnahm und uns danach noch gute Tipps geben konnte. Die Mannschaftsführer-Besprechung wurde dann durch Claus wahrgenommen.

Ab 10.30 Uhr begannen dann die German Masters bei gutem, trockenem und nicht zu kaltem Wetter. Meine Wettkämpfe für die Damen K1 und C2 Mix lagen beide im ersten Block, mit weniger als 30 Minuten Pause. Richard und Jan fuhren dann nach der Mittagspause im 2. Block und die Mannschaftsläufe starteten ab 16.15 Uhr im dritten Block.

Nach einem phänomenalem ersten Lauf, bei dem ich auch fehlerfrei blieb, lag ich nur 2 Sekunden hinter Kordula, die ansonsten die ganze Wettkampfsaison meist mit mehr als 7 Sekunden Vorsprung vor mir lag. Das bekam ich aber gar nicht so richtig mit, da ich nach meinem absolvierten Einzelstart direkt wieder zum Start joggen musste, um dort im C2 Mix mit Sven Rottenberger (KST Rhein Ruhr), zu starten. Auch der Lauf verlief ansprechend, allerdings mit 2 kleineren Fahrfehlern, die uns, zu guter Letzt, den Sieg kosteten. Jetzt hatte ich etwas mehr als eine halbe Stunde Pause und konnte mir die Ergebnis ansehen und mich für den 2. Lauf umziehen.

In meinem Starterfeld der Damen C, in dem die meisten weiblichen Teilnehmerinnen fuhren, lagen die Plätze 2 bis 4, von der reinen Fahrzeit her, nur 2 Sekunden auseinander. Es blieb also spannend, wer sich im 2. Lauf durch fehlerfreies Fahren verbessern konnte. Mein 2. Lauf verlief nicht genauso fehlerfrei wie der Erste und die Fahrzeit war auch etwas schlechter. Das sah ich aber erst, nachdem ich dann auch meinen 2. Lauf im C2 Mix mit Sven absolviert hatte. Nach dem Endergebnis wurde ich Vize-Meisterin, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Im C2 Mix belegten wir Platz 2 hinter den Berlinern.

Im zweiten Block musste Jan als Erster starten und fuhr einen guten Lauf aber leider mit einer Torstabberührung und daher mit einem knappen Ergebnis sowohl zum 2. als auch zum 4. Platz. Kurz darauf folgte Richard, der in seinem Rennen mit starker Konkurrenz, wie Ingo Kriesinger (KSV Kreuznach) und Markus Berg (KST Rhein-Ruhr) zu kämpfen hatte. Auch sein Rennen wurde durch ein großes Starterfeld gezeichnet. Er fuhr – wie immer – überzeugend spektakulär und lag daher nach dem ersten Lauf hinter Ingo Kriesinger knapp auf dem 2. Rang und mit 7 Sekunden Vorsprung auf den 3. Platzierten.

Eine gute Stunde später mussten sich die Herren ihrem 2. Lauf stellen und Jan fuhr leider etwas zu risikoreich, weshalb er 2 Torstabberührungen kassierte und es an zwei Toren auch nicht optimal lief. Banges Warten war die Folge. Trotzdem hielt er mit einem 1. Lauf, die Konkurrenz in Schach und sicherte sich darüber den 3. Platz. Richard fuhr einen phänomenalen und noch risikoreicheren 2. Lauf mit einer Verbesserung von gut 3 Sekunden in der Fahrzeit. Leider aber auch mit einer Torstabberührung, was ihn, zu guter Letzt, den Sieg kostete.

Die Mannschaftsläufe schlossen sich nahtlos an die Einzelrennen an. Da ich auch noch für eine C2 Mix-Mannschaft eingeplant war, durfte ich hier gleich als Erstes an den Start. Die anderen beiden C2 Mix-Boote kamen von der KST Rhein-Ruhr/Dormagen bzw. KST Rhein-Ruhr. Die Fahrt verlief reibungslos und es gab nur eine Situation, in der ich Angst bekam, dass mir ein C2 Mix-Boot ins Boot oder in die Seite fährt. Meine Mannschaft gewann das Rennen und die weitere gestartete C2 Mix-Mannschaft kam leider nicht ins Ziel, weil eines der Boote gleich oben an Tor 5, reinfiel.


Im Ziel musste ich mich sputen um wieder oben meinen Mannschaftslauf mit Kordula und Britta zu absolvieren. In den letzten 13 Jahren gewannen wir jede German Masters, aber dieses Jahr sollte es anders kommen. Kordula, die als Erste unsere Mannschaft anführte, verfuhr sich an Tor 7, danach lief es nicht mehr gut, wodurch wir wertvolle Zeit verloren und noch einen Torstabberührung verbuchen mussten. Im Endergebnis lagen wir auf Platz 2 hinter der Mannschaft aus Düsseldorf/Duisburg, mit Elke Berg, Sabine Schuh und Angélique Leonhard.

Für unsere Herrenmannschaft mit Richard, Jan und Kai, die zuvor noch nie zusammen Mannschaft gefahren waren, verlief es auch in dem stark umkämpften Herrenrennen gut. Zum Schluss sicherten sie sich Platz 3.

Die anschließende Siegerehrung, nebst Party, war super ausgerichtet und ging bis in die frühen Morgenstunden.

Ein Dank noch einmal an alle helfenden Hände und Mitglieder, die durch Kuchenspenden oder ihr persönliches Erscheinen den Wettkampf für uns so unvergesslich gemacht haben.

Eure Rübe